Intermittierendes Fasten – Trend oder sinnvolle Methode?

Intermittierendes Fasten – Trend oder sinnvolle Gesundheitsmaßnahme?

(Portal echt-lebenswert): - Das intermittierende Fasten gewinnt immer mehr Anhänger. Intermittierendes Fasten  erscheint einfacher als herkömmliche Fastenmethoden und lässt sich leichter in den Alltag integrieren.

Intermittierendes Fasten – was ist das genau?

Bei dieser Art zu fasten geht es um einen Wechsel zwischen Nahrungsaufnahme und Nahrungskarenz. Es geht nicht um das Durchhalten längerer Fastenepisoden (über mehrere Tage oder Wochen), sondern um genau definierte kurze Zeitabschnitte ohne Nahrungsaufnahme.

Nach einem genau festgelegten Rhythmus werden Mahlzeiten einfach „weggelassen“. Gefastet wird also über längere Zeitabschnitte am Tag.

Ein Beispiel für eine Art des intermittierenden Fastens ist das „Dinner canceling“. Das Abendessen wird weggelassen, und bis zum Frühstück am nächsten Morgen hält der Fastende über Nacht eine längere Zeitspanne ohne Nahrungsaufnahme durch.

Ist intermittierendes Fasten eine neue Methode?

Nein, ganz sicher nicht. Unsere Vorfahren mussten generell „intermittierend fasten“. Mit Vorfahren meine ich dabei die Menschen in der Steinzeit und kurze Zeit später. Vorfahren also, die Jäger und Sammler waren. Sie jagten wilde Tiere und kannten keine Viehhaltung, keinen Ackerbau. Gesammelt wurden Wurzeln und Beeren. Das Nahrungsangebot schwankte je nach Jahreszeit und geografischem Aufenthalt.

Intermittierend gefastet wurde, wenn die Jagd über mehrere Tage erfolglos blieb. Oder im Winter generell das Nahrungsangebot knapp war.

Hinweise auf intermittierendes Fasten gibt uns auch unser Verdauungsapparat. Das menschliche Verdauungssystem beherbergt eine Gallenblase. Diese Blase ist ein „Speicherorgan“, in welchem  die Gallensäfte gesammelt werden. Gebildet werden die Gallensäfte in der Leber- und zwar gleichmäßig über den Tag verteilt. In der Gallenblase fließen die Säfte dann zusammen und warten auf eine Mahlzeit (bildlich gesehen).

Während einer Mahlzeit zieht sich die Gallenblase zusammen (sie kontrahiert) und die Gallensäfte werden nach Bedarf unter den Nahrungsbrei gemischt. So soll eine optimale Verdauung ermöglicht werden.

Nicht alle Säugetiere haben eine Gallenblase, wir können also durchaus aus der jeweiligen Lebensform anatomische Besonderheiten herleiten.

Sehen wir uns zum Beispiel den Neandertaler bzw. den frühen Steinzeitmenschen an.. Stunden-, manchmal auch tagelang durchstreifte er sein Revier auf der Suche nach Beute. Nicht immer kam seine Jagd zum Erfolg.

Wurde ein Beutetier erwischt, kam es zum großen Gelage. Aufgrund fehlender Konservierungsmöglichkeiten der Jagdbeute ohne Kühlschrank & Co. musste soviel wie möglich verspeist werden.

Kam die Sippe bzw. der Jäger nicht zum Erfolg, musste gehungert werden. Eine Art intermittierendes Fasten also.

Bewiesenermaßen stammen wir von den Steinzeitmenschen ab und dürfen uns deren Lebensweise ruhig zum „Vorbild“ nehmen. In den Ansätzen der PALEO-Kost wird diesen Erkenntnissen gefolgt.

Zurück zum modernen Menschen. Seitens der Evolution hat sich an unserem Verdauungssystem bzw. dem des Neandertalers oder frühen Steinzeitmenschen nicht sehr viel verändert. Die Evolutionsmedizin erschließt uns gerade erst tiefe Einblicke in die Funktionsweise unseres Organismus.

Worauf sind wir dann also ausgelegt? Auf Mahlzeiten je nach Gelegenheit.

Auf jeden Fall nicht auf permanentes Essen, Naschen, Konsumieren. Nicht auf kilometerlange Supermarktregale voller industriell bearbeiteter Lebensmittel. Intermittierendes Fasten kann helfen, das leben gesünder zu gestalten.

Nicht auf stundenlanges Sitzen, und ständige Zwischenmahlzeiten.

Was dieses moderne Leben mit dem Neandertaler in uns macht? Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen. All die Bösewichte unserer Zeit.

Demenz, Alzheimer, chronische Schmerz-Syndrome folgen unmittelbar danach. Und für so manche „moderne“ Erkrankung gibt es bisher noch keine vollständige Erklärung, was aber einen Zusammenhang mit unserer modernen Lebensweise nicht ausschließt.

Intermittierendes Fasten- eine Methode für den modernen Menschen?

Erkennen wir den Neandertaler in uns an. Ziehen wir in Erwägung, dass das so seine Richtigkeit haben könnte mit unserer Gallenblase und einer Bauchspeicheldrüse, die nicht für die Dauerausschüttung von Insulin geschaffen scheint. Freunden wir uns an mit dem Gesellen Darm, der irgendwie mit der Neuzeit nicht so richtig zurecht zu kommen scheint. Sondern immer mehr zum reizenden, entzündeten, nervösen Weggefährten mutiert.

Erkennen wir an, dass weniger manchmal mehr ist. Und nehmen wir unseren Willen beim Wort und setzen uns endlich über die ewig lauernde Sucht des „in den Mund Steckens“ von Essen jeglicher Art hinweg. Emanzipieren wir uns gegenüber unserem Esszentrum und gegen die Verlockungen der allgegenwärtigen Lebensmittelindustrie.

Intermittierendes Fasten – gibt es für eine positive Wirkung Beweise?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Es gab mehrere Versuche mit Mäusen und Ratten. Die Gruppen, welche intermittierend fasteten, sprich nur gelegentlichen Zugang zu Futter hatten, wiesen erhöhte  Konzentrationen von Wachstumshormone auf und starben weniger schnell an ihren Krankheiten (so die einfache Erklärung).

Wachstumshormone sind ein Begriff für Menschen, die Sport machen und sich mit dem Aufbau von Muskelmasse beschäftigen. Sie sind nötig, um Muskelgewebe zu erneuern bzw. „umzubauen“. Sie sind also wichtig für einen gesunden, leistungsfähigen Organismus.

Die gesundheitliche Wirkung des intermittierenden Fasten auf Krebs, Diabetes ist im Humanbereich nach meinem derzeitigen Kenntnisstand noch nicht hinreichend belegt. Es gibt wohl Studien, bei den Ratten mit Tumorerkrankungen länger überlebten als ihre normal gefütterten Artgenossen, es gab Verbesserungen der Insulinsensitivität etc.

Wirklich aussagekräftige Studien mit menschlichen Probanden sind mir derzeit nicht bekannt.

Was aber nicht bedeutet, dass es nicht Hinweise auf positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit gibt.

Konzentrieren wir uns hier einfach auf Verbesserung unseres Wohlbefindens und unserer Leistungsfähigkeit. Ein positiver Einfluss auf chronische Erkrankungen ist sicher zu erwähnen, aber eben nicht garantiert.

Lassen wir es auf einen Versuch ankommen. Wir sind individuell verschieden, und so wie nicht jede Ernährungsform für jeden von uns geeignet ist, so ist es auch mit den verschiedenen Versionen des Fastens.

Intermittierendes Fasten – die Vorteile

Als erstes gilt: Zu keiner der genannten Vorteile gibt es handfeste klinische Studien, die diese Wirkung wissenschaftlich belegen. Die hier genannten Vorteile entstammen Experimenten und Erprobungen verschiedener Gruppen und sind eher als Empfehlungen zu sehen.

Was uns nicht davon abhalten sollte, die Methode selbst zu durchdenken, sie auszuprobieren und uns von ihren positiven Auswirkungen auf unser Wohlbefinden überzeugen zu lassen….

Intermittierendes Fasten gilt als ein probates Mittel, um dem Alterungsprozess etwas Einhalt zu gebieten. Die Zellalterung soll sich verlangsamen, da oxidativer Stress in den Zellen reduziert wird.

Wird das intermittierende Fasten dazu genutzt, die eigene Ernährungsweise generell auf eine gesündere Basis zu stellen, können die verzehrten gesunden Lebensmittel den Stoffwechsel generell entlasten und damit auch besagten oxidativen Stress in den Zellen.

Intermittierendes Fasten kann einen positiven Einfluss auf die Insulinresistenz unseres Organismus haben. Das ist wichtig für die eventuelle Vermeidung  eines Diabetes Typ 2.

Des weiteren gibt es Hinweise  auf eine positive Beeinflussung der Cholesterinkonzentration im Blut.

Und natürlich- kann intermittierendes Fasten dabei helfen, überflüssige Pfunde zu verlieren.

Kann es, muß es aber nicht….. Intermittierendes fasten kann beim Abnehmen helfen

Einer der meiner Meinung nach für den modernen Menschen äußerst wichtigen Einflüsse ist derjenige auf die Kontrolle unseres Appetits.

Durch die Fastenperioden lernen wir, Appetit von echtem Hunger zu unterscheiden. Wir bekommen wieder einen Zugang zu unserem echten Hungergefühl und entwickeln ein Bewusstsein dafür, wann wir zur Nahrungsaufnahme als Ersatzbefriedigung greifen. Wir lernen, unsere Gelüste zu zügeln – und damit zu kontrollieren. Wir erleben den Sieg über eines unserer Verlangen – und das kann mental gesehen sehr befreiend sein!

Wir erlegen uns selbst eine Begrenzung auf- und dürfen erfahren, dass wir in der Lage sind, diese aus eigenem Entschluss aufrecht zu erhalten!

Die kurzen Fasten-Episoden geben so auch labilen Persönlichkeiten die Möglichkeit, sich in ihrer eigenen Kraft und Stärke zu erfahren. Denn die Kürze der Nahrungskarenz-Zeiten gibt uns den Mut, durchzuhalten. Und somit kann intermittierendes Fasten durchaus der Einstieg in eine dauerhaft gesündere und positivere Lebenseinstellung sein!

Intermittierendes Fasten- gibt es Kontraindikationen?

 Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen sollten auf keinen Fall in Eigenregie fasten. Es kann zu Entgleisungen des Stoffwechsels kommen oder auch zu Entgiftungsreaktionen kommen. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Fastenkrise ist aufgrund der kurzen Karenz-Zeiten  zwar wesentlich geringer als beim Heilfasten, aber nicht auszuschließen.

Menschen mit Gallensteinen sollten nicht fasten, es kann zu einem unkontrollierten Abgang von Gallensteinen mit akuten Komplikationen kommen! Wenn Unsicherheit über das Vorhandensein von Gallensteinen besteht, kann eine Untersuchung Klarheit bringen(bedenke: die meisten Gallensteine werden zufällig entdeckt und machen keine Beschwerden, beim Fasten könne diese aber durch die intensive Kontraktion der Gallenblase beim späterem Essen in „Bewegung“ kommen und „abwandern“!

Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder chronischen Darmerkrankungen sollten sich sehr behutsam an das intermittierende Fasten herantasten und sich von einem  Therapeuten oder Arzt begleiten lassen.

Und noch etwas: Manche Menschen verleitet das Auslassen von Mahlzeiten dazu, sich am Rest des Tages mit Essen voll zustopfen und sich zu überessen. Dies kann ein Einstieg in eine Essstörung werden. Wie bei allen Diäten oder Ernährungsumstellungen sollte diese Möglichkeit bedacht werden, und nicht unkritisch mit einer Umstellung begonnen werden.

Für Menschen mit Untergewicht und stark zehrenden Krankheiten ist Fasten natürlich generell nicht zu empfehlen.

Intermittierendes Fasten – gibt es einen Plan?

Einen Plan im klassischen Sinne vielleicht nicht. Aber Empfehlungen. Du solltest Dir zu allererst die Frage stellen, was Du mit Deinem Fasten bezweckst.

  1. Was willst Du erreichen bzw. welches Ziel verfolgst Du?

  2. Welches Modell passt in Deinen Tagesablauf?

  3. Welcher Ess-Typ bist Du?

  4. Wie ist Dein körperlicher/ gesundheitlicher Ist-Zustand?


 

Zu 1. Was willst Du erreichen bzw. welches Ziel verfolgst Du?

Werde Dir genau darüber klar, was Du durch das intermittierende Fasten erreichen willst.

Du willst Gewicht reduzieren? Dann solltest Du nicht nur Fastenepisoden einplanen, sondern an den Tagen mit regelmäßigen Mahlzeiten bevorzugt gesunde Lebensmittel zu Dir nehmen.

Du solltest vor dem Beginn Deines Fasten-Abenteuers eine Bestandsaufnahme machen. Wieviel Gewicht hast Du derzeit? Welches ist Dein Wunschgewicht?

Danach ist eine Bestandsaufnahme Deiner bevorzugten Lebensmittel dran. Was davon ist ernsthaft geeignet, Dein Wunschgewicht zu erreichen? Was gehört in die Kategorie „abschaffen“?

Welches sind Deine Lieblingsgetränke? Steige um auf Kräutertee’s und Mineralwasser. Eliminiere im Rahmen Deines Projektes Fruchtsäfte, Limonaden, Softdrinks und Alkohol.

Verbanne Süßigkeiten in die allerdunkelste Ecke Deines Vorratsschrankes! Vermeide den Gang zum Bäcker und bevorrate zuhause große Körbe voller Gemüse, Nüsse und das ein oder andere Obst! Bedenke: Was Du zuhause hast, isst Du in der Regel auch auf!

Wer keine Schokolade zuhause hat, kann abends vor’m Fernseher keine essen!

Zu 2.  Welches Modell passt in Deinen Tagesablauf?

Analysiere Deinen Tagesablauf. Zu Beginn, wenn Du startest, gehe alle anstehenden Veranstaltungen durch – Geburtstage, Firmenfeste, Jubiläen.

Nimm Deinen Wochenkalender zur Hand – gehe Deinen Terminplan durch. Kindergeburtstag? Geschäftsessen? Seminar? Geburtstag, Hochzeitstag?

Es ist wichtig, daß Du Dich nicht selbst sabotierst. Das praktische am intermittierendem Fasten ist, daß Du solche „Klippen“ umschiffen kannst. Du musst Dich nicht erklären, Dich nicht rechtfertigen. Du kannst am normalen Tagesablauf Deiner Familie teilnehmen. Du fällst beim Geschäftsessen nicht wegen Deines kapriziösen Appetits auf!

Lediglich nach einigen Wochen, wenn Du vielleicht Dein Gewicht reduziert hast – dann fällst Du auf! Durch ein neues Kostüm, mehr Ausstrahlung und mehr Wohlbefinden!

Also, sei realistisch und arbeite mit einem Plan! Das beste Vorhaben scheitert an fehlender Planung!

Intermittierendes Fasten solltest Du planen!

Plane Deine Fastenintervalle, und danach Deinen Wocheneinkauf. Steige um auf Planwirtschaft – das erleichtert Dir den Einstieg und gibt Dir Sicherheit, Dein Unterfangen auch wirklich durchführen zu können!

Zu 3. Welcher Ess-Typ bist Du?

Einige Menschen bekommen morgens kein Frühstück runter. Andere haben so viel damit zu tun, die Kinder fertig zu machen, daß es gerade für eine Tasse Kaffee im Vorbeigehen reicht. Wunderbar, falls Du dazu gehörst! Dann fällt es Dir sicher nicht schwer, das Frühstück ausfallen zu lassen!

Andere sitzen spätabends auf dem Rückweg von Geschäftsterminen noch im Auto. Gehörst Du dazu? Dann lass den Zwischenstopp an der Tankstelle mit dem obligatorischen Schokocroissant und dem Milchkaffee to go weg! Fahre am Supermarkt vorbei, halte stur an Deinem Heimweg fest und lasse Dich nicht verleiten, schnell einen Fast-food-Einkauf zu erledigen!

Wenn Du Punkt 2 gut durchdacht hast, wirst Du gut durch die Woche kommen, denn Du hast vorgesorgt und geplant!

Also, überlege Dir, welcher Eßtyp Du bist! Brauchst Du unbedingt Dein Frühstück? Oder ist Dir das Abendessen mit Deinen Liebsten äußerst wichtig?

Auch hier gilt: Suche das für Dich passende heraus. Eliminiere die für Dich unwichtigste Mahlzeit. Das können auch mehrere sein, plane es entsprechend in Deine Fastenintervalle ein!

Zu 4. Wie ist Dein körperlicher/ gesundheitlicher Ist-Zustand?

Wie oben bereits beschrieben, ist Fasten nicht unbedingt jedermanns Sache. Falls Du unsicher bist, ob das Projekt Intermittierendes Fasten für Dich geeignet ist, sprich mit Deinem Hausarzt darüber

Wenn Du eher zu Untergewicht neigst, solltest Du nicht fasten.

Wenn Du chronisch krank bist, solltest Du Dich mit Deinem Arzt oder Therapeuten besprechen. Entscheidest Du Dich für das Fasten, beginne mit kurzen Fastenintervallen. Ziehe einfach die Pausen zwischen zwei Mahlzeiten Stück für Stück auseinander, nimm dafür die Mahlzeiten, die für Dich am wenigsten wichtig sind.

Beispiel: Du hast Probleme mit dem Blutzuckerspiegel oder den Nebennieren / Adrenal fatigue  und neigst schnell zu einem Gefühl von Heißhunger oder Unterzucker?

Analysiere Deine derzeitigen Essenszeiten, und verlängere dann im 15-Minuten-Takt den Fasten-Intervall.

Frühstück um 09.00 Uhr, Mittagessen um 12.00 Uhr? Verlängere auf 12.15 Uhr, in kleinen Schritten kannst Du damit den für Dich verträglichen Intervall austesten.

Nur Du kannst das herausfinden, niemand kann das für Dich tun!

Intermittierendes Fasten – gibt es Modelle?

Gibt es.

Du kannst 24 Stunden komplett fasten, und am nächsten Tag normal essen.

Du kannst jeden 2. Tag komplett 24 Stunden fasten.

Du kannst einmal wöchentlich einen kompletten Tag fasten.

Du kannst das Modell 16:8 anwenden. Das heißt, 8 Stunden Abstand zwischen zwei Mahlzeiten, dann 16 Stunden konsequente Ess-Pause.

Varianten gibt es einige, wobei die 16:8 Methode eine der häufigsten scheint.

Ich bin kein Freund von starren Schemata, betrachte die verschiedenen Modelle  als Empfehlung, gehe zu Punkt 2 (Welcher Eßtyp bist Du? ) und entscheide Dich für das, was zu Dir passt!

Intermittierendes fasten - Konzept?Wie kannst Du starten?

Du kannst eine Riesensache daraus machen.

Wochenlang recherchieren, Dir den Kopf zerbrechen, welche Methode die richtige ist – und zum Schluss gar nichts tun.

Du kannst logisch denken, und meine 4 Schritte durcharbeiten. Danach bist Du in der Lage, Dich zu entscheiden und einfach die ein oder andere Mahlzeit weglassen.

Du kannst das Ganze vertiefen.

Indem Du meine 4 Schritte durchgehst und beim ersten schon hängen bleibst. Nämlich bei der Bestandsaufnahme. Und den gesunden Lebensmittel-Alternativen.

Das wäre wahrlich die beste Variante. Denn dann wäre das intermittierende Fasten für Dich ein echter Einstieg in den Umstieg! Wer sich intensiv beschäftigt, vertieft sein Wissen – und ist damit in der Lage, Veränderungen einzuleiten! Herzlichen Glückwunsch!

Okay, einen kleinen Plan gibt’s hier:

  • Trinke während der Fastenperioden ganz viel stilles Mineralwasser
  • Einige Tassen ungesüßter Kräutertee täglich helfen Dir über Heißhungerattacken zu Beginn hinweg
  • Achte darauf, während der Mahlzeiten genügend hochwertiges Eiweiß (Proteine) zu Dir zu nehmen – mageres, gedünstetes Fleisch oder Fisch (Faustregel ca. 1 g Eiweiss je Kilogramm Körpergewicht), Vegetarier oder Veganer weichen auf Hanfprotein, Reisprotein aus
  • Meide Weißmehlprodukte, leere Kohlehydrate, Süßigkeiten (Nudeln, Gnocchi, Brötchen, Kuchen etc.)
  • Integriere basenüberschüssige Lebensmittel
  • Bereite Dir gesunde Mahlzeiten im Vorfeld zu, so kannst Du bei großem Hunger direkt zum Essenszeitpunkt loslegen, ohne aus lauter Verzweiflung den Kühlschrank zu stürmen
  • Meide Hülsenfrüchte zu Beginn
  • Meide Milchprodukte und Zucker
  • Nimm anstelle der Sättigungsbeilagen aus Mehl gedünstete Gemüse dazu
  • Suche Dir alternative Beschäftigungen zum Essen, welche Dir Spaß machen
  • Belohne Dich selbst mit etwas, was Dir gut tut und nicht zum Aufessen taugt…

Und fange einfach an – jetzt, gleich – mit meinen 4 Schritten!

Schiebe nicht auf!


 

Meine eigenen Erfahrungen mit dieser Art des Fastens:

Durch eine chronische Schmerzerkrankung war ich extrem in meiner Beweglichkeit eingeschränkt und hatte über fast ein Jahr starke Schmerzen Tag und Nacht.

Aus lauter Verzweiflung begann ich zu fasten. Schlimmer konnte es nicht mehr werden, und eine eventuelle Besserung war den Versuch wert!

Ich begann von heute auf morgen mit einem totalen Fasten, und nahm täglich lediglich  4 bis 5 Liter stilles Mineralwasser zu mir. Nach 24 Stunden bekam ich starke Kopfschmerzen, die ich aber im Gedanken an eine Entgiftungsreaktion aushielt. Schmerzstillende Medikamente kamen aufgrund des Fastens nicht in Frage. Diese Kopfschmerzen verschwanden nach 48 Stunden und ich glaubte, daß Schlimmste überstanden zu haben….Nach 4 Tagen bekam ich so heftige Schmerzen in der Wirbelsäule, daß ich dachte, ich müsste verrückt werden. Ich konnte die Stelle meines ursprünglichen Krankheitsherdes genau lokalisieren, aber die Schmerzen waren fast unerträglich.

Diese Krise trat Samstagnacht ein, und nur der abschreckende Gedanke einer Notaufnahme am Wochenende hielt mich vom Einrücken ins Krankenhaus ab. Ich war nahe am Verzweifeln, und schwor mir, bis Sonntagabend durchzuhalten –und, falls die Schmerzen dann nicht abklingen würden, freiwillig ins Krankenhaus zur Wirbelsäulen-OP zu gehen!

Im Laufe des Sonntagabend ebbten die Schmerzen langsam ab, und es trat eine Verbesserung ein. Ich fastete noch weitere 6 Tage und verlor 7 Kilo Gewicht. Nach dieser Zeit merkte ich , daß mich die Kräfte verließen, und ich fing vorsichtig mit frischen Gemüsesäften und Suppe an, das Fasten zu brechen.

Was soll ich sagen? Nach meinem Fasten hatte ich die Kraft, wieder vorsichtig mit dem Laufen anzufangen (was vorher fast unmöglich war). Ich konnte mein Bewegungspensum jeden Tag steigern. Aber die Fastenkrise, die war so sehr beeindruckend, daß ich mir eine solche auf keinen Fall mehr zumuten wollte.

Nach 6 Monaten wagte ich mich ans intermittierende Fasten. Und habe damit eine dauerhafte Verbesserung meines  Befindens, Reduktion meiner Schmerzen und eine Leistungssteigerung erfahren.

Wie ich das gemacht habe?

Ich habe zwei Fastentage pro Woche eingeführt. Jeweils Mittwoch und Freitag. An den Vorabenden (Dienstagabend bzw. Donnerstagabend) leite ich das Fasten durch ein Abendessen mit Gemüsesuppe ein, am Abend des Fastentages (Mittwoch bzw. Freitagabend) breche ich das Fasten ebenfalls mit derselben Gemüsesuppe. Das ist  praktisch vom Handling, ich kann die Suppe vorkochen und muss mich nicht mit Essenszubereitung auseinandersetzen.

An den Fastentagen trinke ich Wermut-Tee. Der regt die Verdauungssäfte, allen voran die Gallensaftausschüttung an und schmeckt äußerst gesund, sprich bitter. Damit habe ich auch fast keinen Appetit! Ergänzend dazu gibt’s jede Menge stilles Mineralwasser!


 

Mein Fazit:

Intermittierendes Fasten ist die sozialverträgliche, familienkompatible Version von Nahrungskarenz. Sie ist durch die individuelle Einteilung der Fastenintervalle extrem flexibel und in fast jeden Tagesablauf zu integrieren.

Intermittierendes Fasten umgeht das Risiko von Fastenkrisen, das eventuelle Erstgefühl von Schwäche, dass bei längerem Fasten auftreten kann, bleibt in der Regel aus.

Neulinge im Fasten können sich an das Fasten heran tasten, ohne sich gleich dem Gefühl einer großen, unüberwindbaren Herausforderung stellen zu müssen.

Chronisch kranke Menschen können vorsichtig ausprobieren, inwieweit ihnen das Intervall-Fasten eine Erleichterung bringt!

Intermittierendes Fasten kann durchgeführt werden, ohne sich anderen Menschen mitteilen zu müssen, da meist nur ein oder zwei Mahlzeiten ausgelassen oder weit auseinander gezogen werden. Das erspart manchmal unnötige Erklärungen!

Diese Art des Fastens ist auf jeden Fall einen langfristigen Versuch wert!

Wie ist Deine Erfahrung mit dem intermittierendem Fasten? Schreib uns einen Kommentar, damit wir erfahren, wie es Dir damit ergangen ist!

 

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Bildquellen: www.pixabay.com/ GuillanoVuljevas, Meditations, Saroterz9

 

 

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echt-lebenswert

Diana Meinhardt

Ich bin Diana Meinhardt und schreibe hier. Echt-lebenswert informiert über mehrere Kanäle. Vieles findest Du hier, manche meiner Tipp’s gibt es nur im Newsletter, manches nur auf Facebook.

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