Hilft Vitamin C bei Erkältungen?

In der Erkältungs- sprich Winterzeit wird uns überall die vorsorgliche Einnahme von Vitamin C empfohlen.

Hilft Vitamin C wirklich bei Erkältungen? Mehrere Studien haben dies nicht eindeutig bestätigen können. Lediglich  die Verkürzung der Erkältungsdauer wurde nachgewiesen. Nicht aber die eigentliche Infektion.

Grund genug, sich etwas näher mit dem Vitamin C auseinanderzusetzen.

Vitamin C ist landläufig unter dem Namen Ascorbinsäure bekannt, dabei handelt es sich um das synthetisch hergestellte Vitamin C. Synthetisches Vitamin C wird aus gentechnisch veränderten Bakterienstämmen hergestellt.  90% der weltweiten Produktion befindet sich in China. Verwendet wird es als Konservierungsmittel. Als Zusatz zu Mehl für Backwaren vergrößert es das Gashaltevermögen und das Volumen der Teige. Brühwürste werden mit Ascorbinsäure rot gefärbt, damit sie schön lecker aussehen…

Ansonsten findet man Ascorbinsäure heute in fast allen industriellen „Nahrungsmitteln“. Als Antioxidans ist sie dort ein Alleskönner.

Dieser Artikel konzentriert sich auf natürliche Vitamin C Quellen.

Wozu genau braucht unser Körper Vitamin C?

Vitamin C gehört zu den Antioxidantien und ist ein sogenannter Radikalenfänger.

Des weiteren ist es ein wichtiges Co-Enzym bei der Kollagensynthese. Kollagen macht einen großen Teil unseres Bindegewebes aus (Haut, Sehnen, Knochen, Muskeln). Ein Mangel führt zu Instabilität von Kollagen und somit des Bindegewebes. Die bekannteste Vitamin-C-Mangel-Erkrankung ist der Skorbut (Erkrankung des Zahnfleisches und nachfolgend des Zahnhalteapparates).

Vitamin C hilft bei der Hydroxilierung von Steroiden, dem Aufbau von Aminosäuren, der Umwandlung von Dopamin zu Noradrenalin. Und es spielt eine Rolle im Cholesterinstoffwechsel.

Es soll die Eisenresorption im Darm fördern. Daher der Tipp, eisenhaltige Lebensmittel immer in Verbindung mit einem Glas Orangensaft zu konsumieren.

Und es ist wasserlöslich. D.h. Du musst keine Angst vor Überdosierung haben. Überschüssiges Vitamin wird mit dem Urin ausgeschieden. Was aber nicht heissen soll, dass Du es in unbegrenzten Mengen zu Dir nehmen solltest. Weniger ist hier mehr.

Mittlerweile wird Vitamin C oft in Hochdosierung  bei Wundversorgungen und infektiösen Erkrankungen eingesetzt. In der alternativen Behandlung von Arthrosen und akuten Arthritiden gibt es interessante „Versuche“ damit.

Durch unsere heutige Ernährungsweise mit viel industriell bearbeiteten Nahrungsmitteln kommen manche Menschen nicht auf einen angemessenen Anteil an natürlichem Vitamin C in ihrem Essen. Je nach Einseitigkeit der individuellen Kost kann es zu einem subklinischem Mangel von Vitamin C kommen.Hilft Vitamin C bei Erkältungen

Noch immer werden die Zitrusfrüchte als heraus ragende Vitamin C –Lieferanten empfohlen. Heisse Zitrone und Orangensaft gelten als die Vitamin C –Highlight’s schlechthin.

Was ist dran an dieser Empfehlung?

Nachfolgend habe ich einige Vitamin C –Konzentrationen (in je 100 g des Lebensmittels) bei Obst und Gemüse zusammengestellt:

  • Zitrone                              53 mg
  • Orange                              50mg
  • Apfel                                  12 mg
  • Kiwi                                   80 mg
  • Ananas                             20 mg
  • Spinat                         50-90 mg
  • Hagebutte                    1.250mg
  • Sandorn Beere       200-800 mg
  • Schwarze Johnnisbeere  189 mg
  • Peterslie                           160 mg
  • Grünkohl                   105-150 mg
  • Cranberry                            13 mg
  • Paprika                              100 mg
  • Acerolakirsche              1.300-1.700 mg

(Quelle Wilkipedia)

Hättest Du das gedacht?

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung belaufen sich für völlig gesunde Menschen auf mindestens 100 mg Vitamin C pro Tag. Allgemein werden aber mittlerweile mindestens 200 mg bei gesunden Menschen gefordert.

Im akuten Krankheitsfall kurzzeitig zwischen 500 – 1.000 mg je Tag.

Wollten wir im Erkältungsfall auf die empfohlene Menge von 500 mg Vitamin C kommen, müssten wir also ca. 900 Gramm Zitronensaft zu uns nehmen. Das scheidet eigentlich als Möglichkeit aus.

Du kannst glücklicherweise auf andere Vitamin-C-Lieferanten ausweichen. Wenn Du keine Probleme mit Fruchtzucker hast, kannst Du Dir den frischen Saft von Acerolakirschen gönnen. Konzentrate und Pulver daraus bekommst Du im Naturkostladen oder in mancher Apotheke. Diese Kirsche hat den höchsten Vitamin C-Gehalt unter den uns im Moment bekannten Obst.

Um den vollen Vitamin-C-Gehalt zu bekommen, solltest Du versuchen,  Acerolapulver in Rohkostqualität  zu erhalten. Das bedeutet, dass die Früchte bei maximal 50 Grad schonend getrocknet wurden. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Eine weitere Spitzenreiterin in Sachen Erkältung-Prävention  ist die Hagebutte. In ihrem Vitamin C-Gehalt steht sie der Acerolakirsche nicht viel nach. Als einheimische Pflanze verdient sie unsere grösste Beachtung.

Auch hier kannst Du getrocknete, zermahlene Hagebutten in Rohkostqualität konsumieren. Du kannst sie in Deinem morgendlichen Smoothie „versenken“. Oder einfach einen Teelöffel davon ins Müsli geben. Oder in Deinen Kakao geben, wenn dieser auf unter 50 Grad abgekühlt ist (nur so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe der Hagebutte erhalten)

Der Vitamingehalt einer Frucht oder eines Gemüses schwankt je nach Bodenbeschaffenheit, nach Lagerung und nach Zubereitungsart. In TK-Gemüsen bleibt er relativ gut erhalten. Beim Kochen geht er allerdings um ungefähr 30 % zurück, teilweise auch bis zu 70%.

Frisches gemüse in guter Qualität enthält viel Vitamin C

Frisches Gemüse in guter Qualität enthält viel Vitamin C

 Im Grünkohl ist das meiste Vitamin-C von allen Kohlarten. Dieser sollte  auf jeden Fall gekocht werden, da das Vitamin dabei erst „aufgeschlossen“ wird. Dies betrifft aber nur den Grünkohl.

Angesagte Rohköstler verwenden den Grünkohl roh im Smoothie. Ich denke, dass das nicht jeder Verdauungstrakt verträgt. Deshalb kann ich diese Empfehlung nicht generell weitergeben.

Am sinnvollsten ist es, sich ausgewogen mit viel frischem Gemüse und frischen Sprossen sowie gekeimten Sämereien zu ernähren. Regelmäßiger Frischverzehr von Lebensmitteln, ausreichendes Trinken von Mineralwasser und Kräutertee’s und ein ausgewogener Tagesrhythmus mit genügend Pausen vom stressigen Alltag sind wohl die besten Garanten, stabil durch die nasskalte Zeit zu kommen.

Traue Dich in Sachen Gemüse an Experimente heran! Es macht unglaublichen Spaß, kreativ mit Kräutern und Sämereien Leckereien herzustellen!

 

Du hast ein tolles Hagebuttenrezept für uns? Ich freue mich, wenn Du es bei den Kommentaren hinterlässt, damit wir alle es ausprobieren können!

 

weiterführende Links:

Zink bei Erkältungen

Kurzportrait der Hagebutte

Wie wird die Hagebutte geerntet und getrocknet

 

Bildquellen: pixabay/Mojpe

pixabay/WDnetStudio

pixabay jill111


 

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echt-lebenswert

Diana Meinhardt

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2 thoughts on “Hilft Vitamin C bei Erkältungen?

  1. Karin Straub sagt:

    Hallo Diana, tolle Seite mit hilfreichen Tips. Wir werden deinen Newsletter gerne abonnieren. Liebe Grüße aus Limburg von Matthias und Karin

    1. Diana sagt:

      Hallo Karin und Matthias, vielen Dank für Euer Feedback! Ich freu mich, daß es Euch bei echt lebenswert gefällt. Bis bald, wir lesen uns….

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