Aufschieberitis – 5 Tipp’s, wie Du Dich davon befreist

Kennst Du den Wolf im Schafspelz?

Jetzt gilt’s. Wir entlarven einen harmlos daher kommenden „Wolf im Schafspelz“. Der sich durch Dein Leben schleicht und durch meins. Aber jetzt ist seine Zeit gekommen – wir enttarnen ihn- und schaffen ihn ab.

Bist Du bereit?

In der letzten Mail nannte ich Dir 4 Worte, deren Abschaffung Deine Kommunikation- und damit Dein Leben verändern werden.

Hier kommt nun die Nr. 5 dazu- das kleine, unscheinbare Wörtchen „später“. Damit eng verbunden ist die Aufschieberitis.  

Und später, ganz am Ende dieser Mail stelle ich Dir eine ganz ehrliche Frage. Von Mensch zu Mensch, mit Hand auf’s Herz. Aufschieberitis-später-

Und gebe Dir 5 Tipp’s an die Hand, wie Du Dich von Aufschieberitis befreien kannst!

Kennst Du das auch? Später machst Du die Steuererklärung, später räumst Du den Schreibtisch auf. Und später gehst Du zum Sport.

Alles wird erledigt, nur diese Sachen tust Du „später“. Was genau ist aber später? Wann ist später? Frage Dich mal genau, auf wann Du die Dinge verschiebst? Welche Zeitspanne meinst Du mit später?

Das Wort „später“ impliziert eine Verschiebung ins Irgendwann, es nennt Dir kein reales Ziel. Keinen Zeitpunkt. Später türmt es sich auf zu einem Berg, glaube mir, ich weiß, von was ich rede.

Du stapelst unerledigte Angelegenheiten auf einen mentalen Berg, den Du schön ins Dunkel Deiner Unbewußtheit einhüllst, um so seine wahre Größe nicht sehen zu müssen. Du schiebst ein Stück Lebenszeit auf- auf später.

Aber die ins Später verschobenen Dinge sind damit nicht ernsthaft aus Deinen Gedanken verschwunden. Wie ein Wolf im Schafspelz lauern sie klein, aber unaufhaltsam in Deinem Gewissen.

In der Tiefe Deines Denkens weißt Du, dass sie da sind. Und auf Dich warten.

In der Unbewußtheit Deines Alltages weißt Du, das da noch etwas auf Dich wartet, etwas verschoben wurde- und dass Dir die Zeit davon läuft, diese Dinge angemessen zu erledigen.

Damit türmen sich auf den Berg der vielen auf später verschobenen Dinge noch solche Emotionen wie Schuldgefühle, Furcht, Versagensangst etc. auf. Denn erwachsen wie Du bist, ist Dir klar, dass irgendwann zuviel Zeit vergangen ist, um die Sachen im aktuellen Zeitrahmen zu erledigen. Und so vervielfältigen sich dann die „Später“ auf viele „Später's“ – und Dein schlechtes Gewissen wird immer größer.

Und noch etwas passiert. Du entwickelst ein Gefühl, nie richtig fertig zu sein mit Deinen Erledigungen. Latent schlummert im Hinterkopf der Gedanke, noch etwas tun zu müssen, und leise schleicht sich eventuell eine Furcht vorm Vergessen ein. So ein schwammiges Gefühl, etwas Wichtiges vergessen haben zu können…Kennst Du das?

Und das ist das Gemeine an dem Wörtchen später.

Es lädt Dich ein, Dich der Schönheit des Augenblicks zu überlassen und suggeriert Dir ein schadloses Aufschieben. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben. Und doch zahlst Du dafür einen Preis. Du bindest gedankliche Energie. An Deinen Berg unerledigter Dinge. Du belastest Dein Gewissen. Und baust einen mentalen Druck auf, den manche Erledigungen sind an Fristen gebunden.

Du bist nicht frei. Und versagst Dir das wohlige Gefühl, Deine Angelegenheiten geregelt zu haben und unbeschwert in Deine Freizeit zu gehen.

Für einige von uns ist es schwer, dieses Gefühl von Leichtigkeit auszuhalten. Wir sind es gewöhnt, das das Leben anstrengend und fordernd ist. Dass immer etwas ansteht. Und wenn wir dann anfangen, uns von unserer Aufschieberitis zu  befreien, entdecken wir ein völlig neues Gefühl von Freiheit. Und das kann uns zu Beginn erschrecken. Denn es ist ungewohnt, mit leichtem Rucksack durch’s Leben zu gehen.  Aufschieberitis

Wenn wir jahrelang schwere emotionale Lasten getragen haben, und diese uns dann von den Schultern genommen werden- ist das aufregend. Und absolut ungewohnt. Plötzlich können wir den Blick freier nach vorn richten, den Rücken aufrichten – und frei voran schreiten in unserem Leben. Da kann es schon mal passieren, dass wir zu Beginn etwas schwanken, auch einmal stolpern - das ist völlig normal. Aber mit zunehmender Übung werden wir sicherer und gewöhnen uns an den geraden Rücken und das freie Gefühl.

Und so ist es auch, wenn wir uns das Wort später abgewöhnen. Bzw. die zugehörige Aufschieberitis.

Und ich frage Dich jetzt- mit offenem Herzen:

Ist Aufschieberitis ein verantwortungsvoller Umgang mit Dir selbst?

Ist es ein erwachsener Umgang mit den Anforderungen des Lebens und Deiner Zeit?

Findest Du das verantwortungsvoll?

Klar hast Du Gründe, warum Du Dir das Aufschieben angewöhnt hast, ich habe jede Menge parat – aber ist nicht hier und jetzt der Zeitpunkt gekommen, uns von solch „kindlichem“ Verhalten zu verabschieden? Uns zu schütteln, und das Ruder unseres Verhaltens selbst in die Hand zu nehmen?

Hier meine 5 Tipp’s dazu:

Nr. 1- Brainstorming

Also, wenn es Dir hilft- schreibe Dir auf, warum Du zum Aufschieben gekommen bist? Mache ein ehrliches Brainstorming dazu, was Dich immer wieder in die trügerische Sicherheit des Wörtchens Später stolpern lässt. Wenn Du die Gründe erkennst, kannst Du Dir absolut erwachsen und vernünftig neue Wege überlegen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – so heißt es doch.

Nr. 2 – Betrachte Deinen Berg unerledigter Dinge

Also, nimm Zettel und Stift zur Hand und beginne ehrlich zu sein. Schau bewusst auf Deinen berg mit aufgeschobenen Angelegenheiten- und notiere diese. Eine nach der anderen. Dazu gehören nicht nur die Steuererklärung, sondern auch vermeintliche Angelegenheiten. Schrank aufräumen, Papiere sortieren, Hausputz organisieren, Auto zur Inspektion fahren- so was eben.  Mache eine Liste, schreibe alles auf. Und ich betone, alles.

Nr. 3 Sortiere nach Prioritäten

Wie immer im Leben gibt es ganz wichtige, wichtige und weniger wichtige Dinge. Danach sortierst Du jetzt Deine Liste.

Die ganz wichtigen Dinge  sind solche, die an Fristen gebunden sind, bei denen es um Mahngebühren, Zwangsgelder oder vertragliche Fristen geht (also doch die Steuerklärung…)

Die wichtigen sind solche, die erledigt werden müssen, Dir aber etwas mehr Zeit gewähren und die keine vertraglichen Konsequenzen nach sich ziehen.

Und die weniger wichtigen- die unterziehst Du einer ehrlichen Prüfung, ob sie überhaupt noch  nötig sind.

Überprüfe, ob Du sie delegieren kannst oder gar eliminieren. Hinterfrage, ob das, was das steht, ernsthaft in Deinem Sinne ist. Ob Du überhaupt noch zulassen willst, dass solche Verpflichtungen entstehen.

Nr. 4 Die 10 Minuten-Regel- mache Dich an die Erledigung

Der Kilimandscharo ist nicht an einem Tag zu besteigen. Die Gipfelerstürmung braucht langwierige Vorbereitung und ein fundiertes Training. Und so ist es auch mit Deinem persönlichen Berg unerledigter Dinge. Du kannst - und musst- ihn nicht an einem Tag bezwingen. Das Schöne an der 10 Minuten-Regel ist, daß Du einen ersten Schritt gehst. Und mit konsequentem Befolgen derselben jeden Tag einen weiteren. Und irgendwann oben an Deinem persönlichen Gipfel ankommst. Beziehungsweise Deinen Berg soweit abgetragen hast, daß keine Gipfelbesteigung mehr nötig ist.

Was bedeutet die 10-Minuten-Regel? Du nimmst Dir jeden, und ich meine wirklich jeden Tag vor, 10 Minuten mit der Erledigung von Dingen Deiner Kategorie „ganz wichtig“ zu verbringen.

Jeden einzelnen Tag. Nur 10 Minuten. 10 lächerliche, unscheinbare Minuten . Ein Tag hat 1.440 Minuten. Davon wendest Du lediglich 10 Minuten für Deine Priorität Nr. 1 auf. Das ist doch zu schaffen, oder?

Ich persönlich arbeite mit meiner Zwei-Stunden-Regel. Und zwar nicht nur wenn es um Aufgeschobenes geht, sondern generell mit allen Dingen, die beruflich zu tun sind. Ich schreibe konsequent jeden Tag zwei Stunden lang an meinen Artikeln. Oder arbeite 2 Stunden konsequent an einem Videokurs. Solange, bis dieser steht.

Warum?

Es dauert einen Moment, bis ich mich ins Thema vertieft habe. Dann schreibe oder filme ich drauf los, und komme durch das klar definierte Zeitfenster in einen Flow- sprich Arbeitsfluss. Gleichzeitig weiß ich, das nach den zwei Stunden eine Ruhepause ansteht. Und ich für diesen Tag mit dem Pensum des Themas durch bin.

Das hat erstens: meine Effizienz extrem erhöht. Wenn ich weiß, dass ich nur zwei Stunden habe- bin ich extrem zielorientiert- und damit effizient. Meine Konzentration ist höher - ich lasse mich nicht mehr ablenken. Kein Handy, kein Telefon, kein Facebook.

Und zweitens: entwickelte ich seit dem ein Gefühl, genug für mein Business zu tun haben. Denn selbständig bedeutet selbst und ständig. Das führt leicht in Arbeitstage ohne Feierabend oder das ungute Gefühl, nicht genug getan zu haben. Das habe ich seitdem eliminiert.

Ich weiß, daß ich konsequent meine Projekte jeden Tag umsetze. Einen Tag nach dem anderen. Das verschafft mir eine innere Ruhe. An die mich zugegebenermaßen erst einmal gewöhnen musste.

Und noch etwas ist damit passiert: und das habe ich mir selbst erlaubt (siehe Tipp Nr. 5)!

Nr. 5 – Durchbrich ab und zu Tipp Nr. 4 – gönn Dir Pausen!

Ab und zu durchbreche ich bewusst Regel Nr. 4. Gebe die Selbstkontrolle für ein, zwei Tage auf- und tue - nichts dergleichen. Ich lasse mich durch den Arbeitstag treiben- und durchbreche bewusst meine feste Struktur. Das gibt mir ein Gefühl von Freiheit und lässt mich immer wieder erkennen, dass es mir persönlich mit der Zwei-Stunden-Regel in meinem Arbeitsalltag besser geht.

Also, beginne mit der 10-Minuten-Regel! Nutze dafür mein Zeitprotokoll-Formular (das kannst Du Dir hier downloaden)und notiere genau, wann Du Dich um Deine Aufschieberitis gekümmert hast!

 

Lass nicht locker, und hey, lass mich wissen, ob Du noch einen Gheimtipp für uns alle hier hast! Ab damit in die Kommentarzeile, ich bin gespannt!

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